In der Nacht ….

In der Nacht raschelt es. Man kann nichts erkennen, und doch ist jemand im Garten. Niemand weiß, wie er dorthin gekommen ist. Hatte er eine Erlaubnis und wohnt er hier, oder ist er ein Eindringling? Man weiß es nicht. Doch dann, im Scheinwerferlicht der Taschenlampe, sieht er einen an, zieht sich erschrocken zurück und igelt sich ein. Ein starker Rücken voller Stacheln – eingepackt in ein Stachelnetzwerk, ein Rückgrat, das sich nicht verbiegt. Und doch immer friedlich, sanft und irgendwie schön. Danke für den Besuch.

Wie aus einem anderen Stern

Gottesanbeterin in meinem Garten / photo Nils

Ich stehe im Garten und sehe – sie – still unbewegt, unverzagt.

Ihr eigenes Ich genügt ihr.

Für meine Augen umförmig der kleine Kopf – die überlangen Beine und diese blasse stŕohgelbe Farbe ihrer Haut.

“ schaut mich an und ….

es passiert …..

nichts.“

Und doch ist sie so wunderbar an ihre Umgebung angepasst, das man in Ehrfurcht vor dem Schöpfer erstarren mag, ob ihrer Schönheit und ihrer fast extraterrestrischen Erscheinung.

Und ich frage mich – ist es mein menschlich überheblicher Blick, der dieses Wesen so besonders erscheinen lässt?

Gottesanbeterin

Grüne Hände ruhn –

im Warten liegt der Hunger,

still schlägt die Klinge.

Haiku ( Nils/Claude)

Gedanken zum Fussball

Fußball auf dem Weg nach Gupi

Ich sehe diesen Ball. Wer hat ihn getreten? Was hat er erlebt? Wer hat ihn besessen? Wer hat ihn vergessen? Was ist ihm geschehen? Wer hat ihn genäht? Viele Fragen. Jede von ihnen ergibt eine eigene Geschichte die uns dieser Ball erzählen könnte wenn wir Augen Ohren und ein bisschen Phantasie benutzen.

Winterpause

Einmal nicht aufpassen und schon liegt Mensch in seinem Bett und die Pausentaste ist aktiv. Heute morgen gemeinsam im Wohnzimmer mit Maske den Adventskalender nachgelesen den ich in den letzten Tagen verpasst habe. Dort bin ich auf den Namen Martin Walser gestoßen. Manchmal spricht einem in einem Buch ein Satz besonders an. Für heute ist es der obige.